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Heidelberg: Intelligente Vernetzung und Automatisierung im „Wachstumsmarkt Verpackungsdruck“

Mehr als 300 Besucher aus der ganzen Welt beim Packaging Day von Heidelberg – im Verpackungsmarkt 3% Wachstum pro Jahr in den kommenden fünf Jahren?
Heidelberg: Intelligente Vernetzung und Automatisierung im „Wachstumsmarkt Verpackungsdruck“_4233

Über 300 Kunden aus der ganzen Welt besuchten den Packaging Day von Heidelberg im Werk Wiesloch-Walldorf.

Im Rahmen des Packaging Day bei der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) in Wiesloch-Walldorf wurden die neuesten Lösungen und Technologien für den Verpackungsdruck gezeigt. Ziel dieser Lösungen ist es, die Effizienz aller Prozesse durch die intelligente Vernetzung und Automatisierung zu steigern, wie Heidelberg im Vorfeld zum Ausdruck brachte. Dies gilt sowohl für den Druck hochvolumiger Standardverpackungen als auch für hochveredelte Faltschachteln im Luxusbereich. Ein erster Bericht über den Tag mit Schwerpunkt auf der neuen Primefire 106 ist bereits auf print.de und in Deutscher Drucker Nr. 24/2017 erschienen.

In dieser Einschätzung sind sich die meisten Experten einig: Der Verpackungsdruck ist in der Printmedienindustrie das am stärksten wachsende Segment. In den kommenden fünf Jahren sind Steigerungsraten von jährlich rund drei Prozent zu erwarten, im Digitaldruck sogar um die 20 Prozent, wie von verschiedenen einschlägigen Institutionen vorausgesagt wird. Als Key Note Speaker unterstrich Steffen Schnizer, Geschäftsführer von Multi Packaging Solutions in Obersulm bei Heilbronn, dass die Nachfrage von Markenartiklern nach exklusiv veredelten Verpackungen immer mehr steigt. Dies gilt vor allem für die Kosmetik- und Parfümindustrie. Kaufentscheidungen fallen häufig am Point of Sale, hochwertige Verpackungen sorgen hier für die notwendige Aufmerksamkeit.

Mehr als 300 Maschinen mit Push-to-Stop-Konzept ausgeliefert

Durch die Exklusivität der Verpackungen wächst aber auch die Komplexität im Druckprozess selbst und die Jobwechsel werden immer vielschichtiger. Mit seiner Push-to-Stop-Philosophie will der Hersteller „durch autonome und navigierte Prozesse Produktivitätspotenziale, die bislang unerreichbar waren“, so Heidelberg, schaffen helfen. Die Produktivität sei bedienerunabhängig und eine wirtschaftliche Produktion gerade bei immer kleineren Auflagen und bei gleichzeitig steigendem Veredelungsgrad sei so möglich. Demonstriert wurde dies im Rahmen des Packaging Day am Beispiel einer Speedmaster XL 106-8+LYYL mit Kaltfolienmodul. Die Herausforderung: Vom laufenden Auftrag einer fünffarbigen Parfümschachtel mit Kaltfolie und einer Kombination aus einem speziellen Matt- und Relieflack auf einen ähnlich anspruchsvollen Job umzurüsten. Nach nur sieben Minuten lag der erste Gutbogen der neuen Produktion vor.

Im Großformat wurde erstmals auf einer Speedmaster XL 145 navigiertes Drucken live präsentiert. In unter vier Minuten erfolgte hier der werkzeuglose Wechsel von einem klassischen großformatigen Volumenjob mit einem Bedruckstoff von 0,45 mm auf einen Starkkarton mit 1,5 mm Stärke. Gezeigt wurde der Direktdruck auf Vollpappe.

Wie navigiertes Drucken die Produktion insbesondere von Kleinstauflagen noch effizienter macht, wurde auf der Speedmaster XL 75-8+LYYL mit Anicolor-Technologie gezeigt. Auf ihr wurden drei typische Verpackungen gedruckt. Diese Aufträge besitzen unterschiedliche Anforderungen, die es wirtschaftlich umzusetzen galt. Hierfür wurden an der Speedmaster XL 75 drei unterschiedliche Technologien eingesetzt: Die Anicolor-Technologie, mit der sich bei kleinen Auflagen mit wenigen Anlaufbogen die Farbgebung schnell umsetzen lässt. Die UV-Technologie und schließlich der Multicolor-Workflow, bei dem aus sieben Farben nahezu alle benötigten Sonderfarben erzeugt werden können.

Im Bereich der Weiterverarbeitung wurden drei besondere Produkte vorgestellt. Heidelberg bietet hier die komplette Prozesskette mit Stanzen, Kleben, Veredeln und Kontrollieren an. So die Promatrix 106 FC, eine Heißfolienprägemaschine für die metallische Veredelung beispielsweise von Kosmetik-Verpackungen. Oder die Promatrix 106 CSB, eine Bogenstanzmaschine mit Stanz-, Ausbrech- und Nutzentrennfunktion und schließlich das Offline-Inspektionssystem Diana Eye 55, mit dem die Vollständigkeit der Informationen auf den Schachteln laut Heidelberg zuverlässig überprüft werden können soll.

Ein weiterer Programmpunkt war die Premiere der Primefire 106. Mehr dazu unter print.de und in Deutscher Drucker Nr. 24/2017.

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