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Druckt mittelfristig knapp jede zweite im Bereich Etikettendruck verkaufte Maschine digital?

Heidelberg/Gallus: Präsentation der Labelfire auf der Labelexpo Europe 2017 – Labelmaster-Serie auch als „Advanced“-Linie mit Multiweb-Ausstattung erhältlich
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Labelexpo 2017: Vorführung der neuen Maschinenplattform Gallus Labelmaster.

Auf der Labelexpo Europe 2017 in Brüssel präsentierte das Heidelberg-Tochterunternehmen Gallus die digitale Etikettendruckmaschine Gallus Labelfire mit erweiterten Inline-Veredelungsprozessen sowie weitere Maschinen. Dabei ermöglicht die Labelfire die Produktion von veredelten und fertig gestanzten Etiketten in einem Produktionsdurchgang. Die Verarbeitung in einem Arbeitsgang erlaubt naturgemäß schnellere Produktionszeiten, verbunden mit weniger Makulatur, als bei mehrstufigen Prozessen. Aufgrund der Inkjet-Druckköpfe der neuesten Generation von Fujifilm schafft die Gallus Labelfire eine native Auflösung von 1200 dpi.

Während der Messe wurden laut Heidelberg und Gallus „zahlreiche Bestellungen abgeschlossen, so unter anderem an Erstkunden in Italien, Österreich und Deutschland“, wie es heißt. Drei Kunden haben ihre zweite Maschine bestellt oder bereits im Einsatz.

Nach der Premiere der Gallus Labelmaster im September 2016 während der Gallus Innovation Days, präsentierte Gallus in Brüssel – neben der Basis-Variante dieser Etikettendruckmaschine – nun erstmals auch die Gallus-Labelmaster-Advanced-Linie mit Multiweb-Ausstattung (mehrere Bahnen werden gleichzeitig bearbeitet und zu einem Endprodukt zusammengefügt) der Öffentlichkeit.

Letztere ist gekennzeichnet durch einen modularen Aufbau mit hoher Flexibilität und einem hohen Automatisierungsgrad, wie Gallus betont. Diese Maschine soll dem Etikettendrucker laut Hersteller ein hohes Maß an Prozess-Variabilität bieten. Die unterschiedlichen Veredelungs- und Druckeinheiten können also an jeder Position der Maschine schnell und einfach gewechselt werden und somit sei beinahe jede Konfiguration, auch zur Herstellung komplexer Etikettenprodukte, möglich.

Durch ihre spezielle Plattform-Bauweise (mit offenen Schnittstellen) ist die Advanced-Linie der Gallus Labelmaster vom Kunden je nach seinen individuellen Anforderungen – von Job zu Job – konfigurierbar.

Die Nachfrage nach dieser Maschinenplattform übertraf nach eigenen Angaben die Erwartungen von Heidelberg und Gallus und führt zum schnellsten Hochlauf eines Maschinesystems in der Geschichte des Unternehmens Gallus. Die Erstserie von über 20 Maschinen sei bis zum Jahresende bereits verkauft.

Digitaldruck treibt Wandel im Wachstumssegment

Das neue digitale Drucksystem Gallus Labelfire 340 ist für den Markt von Selbstklebe-Etiketten konzipiert. Das weltweite Druckvolumen dieser Etiketten wächst jährlich um rund 4 Prozent. Davon beträgt der Anteil des digital gedruckten Volumens lediglich rund 6  Prozent mit stark wachsender Tendenz. Der Digitaldruck beeinflusst damit den Wandel in diesem vielversprechenden Marktsegment. So wird erwartet, dass mittelfristig knapp jede zweite in diesem Bereich verkaufte Maschine digital druckt.

Zum Betreiben sowohl konventioneller als auch digitaler Etikettendruckmaschinen wollen Heidelberg und Gallus durchgängige Workflow-Lösungen entwickeln und bereitstellen.

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