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Kinder-Medien-Studie 2017: Kinder lesen Print

10 wissenswerte Erkenntnisse über den Medienkonsum der Kinder
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Für 72 Prozent der Kinder sind Printprodukte elementarer Bestandteil des Medienkonsums.

Ein Ergebnis wie dieses dürfte die Druckindustrie optimistisch stimmen: 72 Prozent aller deutschen Kinder zwischen vier und 13 Jahren lesen auch 2017 privat mehrmals pro Woche von Papier. Das geht aus der Kinder-Medien-Studie 2017 hervor, die den Medienkonsum und das Mediennnutzungsverhalten von Kindern in Deutschland untersucht hat. Ganz offensichtlich tauscht auch der heutige Nachwuchs das Smartphone gar nicht selten gegen eine Zeitschrift aus.

Klar, muss man sich anschauen, wer die Studie in Auftrag gegeben hat. Sechs Verlage – die Blue Ocean Entertainment AG, die Egmont Ehapa Media GmbH, Gruner + Jahr, die Panini Verlags GmbH, der Spiegel-Verlag und der Zeit Verlag – wollten wissen, welche Medien die 7,17 Millionen Kinder zwischen vier und 13 Jahren in Deutschland konsumieren. Vor allem, ob die Kinder überhaupt noch Zeitschriften konsumieren oder nur noch am Handy daddeln. Dementsprechend beleuchtet die Studie, wie und wie oft Kinder welche Medien nutzen, wie sie generell ihre Freizeit gestalten, ob es Unterschiede im Online- und Offline-Verhalten gibt und welche Rollen Eltern und Freunde spielen.Dennoch fördert die Studie auf der Basis von 1.647 Doppelinterviews mit jeweils einem Kind im Alter von sechs bis 13 Jahren und einem Erziehungsberechtigten sowie 394 Interviews mit einem Erziehungsberechtigten für die Vier- und Fünfjährigen durchaus valide Ergebnisse zutage. Und diese dürften die Verlagswelt und auch die Druckindustrie durchaus optimistisch stimmen: Die Kinder lesen – Gedrucktes. Und nicht nur das: Sie kaufen Printprodukte, wie Bücher und Zeitschriften, sogar von ihrem Taschengeld – und zwar viel häufiger als Spiele oder Apps. Hier ein paar Fakten:

  • 72 Prozent aller deutschen Kinder zwischen vier und 13 Jahren lesen auch im digitalen Zeitalter mehrmals pro Woche von Papier.
  • 61 Prozent der Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren schauen mehrmals pro Woche in Bücher, 55 Prozent lesen Kinderzeitschriften und Comics. Damit liegt das klassische Lesen gleichauf mit Freizeitbeschäftigungen wie Internet und Apps nutzen (62 Prozent).
  • Neben Fernsehen (93 Prozent) und Radio (41 Prozent) sind es auch hier vor allem Printmedien wie Bücher (68 Prozent), Kinderzeitschriften und Comics (44 Prozent), mit denen sich der ganz junge Nachwuchs mehrheitlich auseinandersetzt.
  • Kinderzeitschriften erreichen 56,6 Prozent der Vier- bis Fünfjährigen und sogar 71,5 Prozent der Altersgruppe sechs- bis 13 Jahre – insgesamt rund 4,92 Millionen Kinder in Deutschland.
  • Reichweiten-Spitzenreiter ist Disneys Lustiges Taschenbuch mit 633.000 Lesern in der Gruppe der sechs- bis 13-Jährigen.
  • Bei Jungs steht ganz oben auf der Liste "Just kick it", bei Mädchen "Wendy".
  • Eltern bewerten Kindermagazine generell als „sinnvolle“ Beschäftigung (im Gegensatz zur Beschäftigung mit digitalen Medien).
  • Kinder geben für Printmedien fast so viel Taschengeld aus wie für Süßigkeiten.  
  • 74 Prozent der Sechs- bis Neunjährigen bestimmen selbstständig, wofür sie ihr Taschengeld ausgeben.
  • 69 Prozent der Kinder dürfen bei Printmedien selbst bestimmen, was sie lesen. Nur 49 Prozent dürfen selbst bestimmen, welche Fernsehsendung sie sehen.

Zur Website der Studie geht es hier. [1674|

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