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AZ Medien und NZZ-Mediengruppe gründen Joint Venture

Auch die Druckereien beider Unternehmen werden Teil davon
AZ Medien und NZZ-Mediengruppe gründen Joint Venture_2869

Zeitungstitel der AZ Medien und der NZZ-Mediengruppe (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Die AZ Medien und die NZZ-Mediengruppe, beide zählen zu den führenden Medienunternehmen der Schweiz, führen ihr regionales Mediengeschäft in einem Joint Venture zusammen, an dem beide Unternehmen zu gleichen Teilen beteiligt sind. Laut einer Pressemitteilung der NZZ-Mediengruppe erreicht die neue Aktiengesellschaft mit den Regional-Zeitungen und -Onlineportalen, den Radio- und TV-Stationen beider Unternehmen und den Zeitschriften der AZ Medien rund 2 Mio. Menschen in der Deutschschweiz.

Mit knapp 500 Mio. Franken Umsatz und 2.000 Mitarbeitenden werde das Joint Venture somit zu den führenden Medienunternehmen der Schweiz zählen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Ziel des Joint Ventures sei es, "langfristig in die Weiterentwicklung der Marken und Produkte zu investieren, mit Innovationen die digitale Transformation zu forcieren und damit das Regionalmediengeschäft in die Zukunft zu führen."

Die NZZ-Mediengruppe und die AZ Medien haben sich auf eine gemeinsame Führung des Joint Ventures geeinigt. Der Verwaltungsrat soll von Peter Wanner geleitet werden. Jörg Schnyder, derzeit Finanzchef und Vorsitzender der Unternehmensleitung a. i. der NZZ-Mediengruppe, wird Vizepräsident und Leiter des Finanzausschusses. Pascal Hollenstein, aktuell Leiter Publizistik der NZZ-Regionalmedien, verantwortet als publizistischer Leiter sämtliche Zeitungstitel des neuen Medienunternehmens. Axel Wüstmann, aktuell CEO der AZ Medien, wird CEO des Joint Ventures, und Jürg Weber, derzeit Leiter der NZZ-Regionalmedien, stellvertretender CEO.

Zum neuen Unternehmen sollen alle Einheiten der AZ Medien mit Ausnahme der Schweizer Onlinezeitung Watson gehören. Damit integriert die NZZ-Mediengruppe ihr gesamtes Regionalmediengeschäft in das Joint Venture. Auch die Druckereien beider Unternehmen werden Teil davon. Sämtliche Mitarbeitenden und Führungskräfte dieser Bereiche sollen in das neue Unternehmen übergehen.

Nicht Bestandteil sind laut Pressemitteilung die Geschäftsbereiche Business Medien und NZZ Medien – dazu zählen unter anderem die "Neue Zürcher Zeitung" und die "NZZ am Sonntag" – der NZZ-Mediengruppe. Ebenfalls ausgenommen seien die konzessionierten Radio- und TV-Sender. Das Joint Venture arbeite partnerschaftlich mit der NZZ-Mediengruppe zusammen und beziehe unter anderem deren Technologie-Dienstleistungen, heißt es weiter.

Das Joint Venture stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Wettbewerbskommission, über die finanziellen Einzelheiten haben die Partner Stillschweigen vereinbart.

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